- Verdis Messa da Requiem: Wenn Kirchenmusik dramatisch wird

Geistliche Musik oder doch eher eine Oper, die sich nur punktuell an die kirchenmusikalische Tradition anlehnt? Über Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ streiten sich seit der Uraufführung im Jahr 1874 Kritiker und Musikwissenschaftler. Ein eigenes Bild kann sich das Publikum in der Region am Samstag, 14. November, machen. Die Kantorei des Evangelischen Dekanats an der Lahn, das Mittelhessische Kammermusikensemble und vier Solisten führen dann von 19 Uhr an unter der Leitung von Dekanatskantor Martin Buschmann die „Messa da Requiem“ in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk auf. Das Konzert fügt sich in die seit vielen Jahren laufende Reihe großer Chorwerke ein, die das Dekanat, die evangelische Kirchengemeinde Hadamar und die Kulturvereinigung Hadamar organisieren.
Die Solistinnen und Solisten wirken erstmals an der Konzertreihe mit: Marina Unruh, Sopran, studierte an den Musikhochschulen in Köln und Frankfurt. Sie ist als Konzert-, Opern- und Liedsängerin aktiv, darüber hinaus als Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie in der C-Ausbildung des Erzbistums Köln. Frederike Schulten, Mezzosopran, studierte in Rostock und in Frankfurt. 2018 gab sie ihr Operndebüt. Neben zahlreichen Opernrollen widmet sie sich weiteren Projekten, wie den 2021 erschienenen Ersteinspielungen von Joachim Raffs Liedern, und Ausflügen in die Neue Musik. Seit 2024 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater Lübeck. Dakai Wei, Tenor, absolvierte nach seinem Bachelorabschluss in China ein Masterstudium in Frankfurt. Derzeit studiert er in Mannheim Operngesang. Im November übernimmt er die Partie des Romboidal in Jacques Offenbachs Operette „Die Insel Tulipatan“ am Stadttheater Gießen. Darüber hinaus ist Dakai Wei im Lied- und Oratorienfach aktiv. Tim-Lukas Reuter, Bassbariton, stammt aus Marburg und war Schüler von Marina Unruh. Es folgten Bachelor- und Masterstudium in Frankfurt. Er ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Frankfurt und Preisträger der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft. Seit Januar 2024 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz.
Die Solisten wirken in einem Werk mit, in dem sich das Format der Totenmesse auf die dramatischen Darstellungsformen der Oper einlässt. In der „Messa da Requiem“ verbindet Giuseppe Verdi die tiefsten Fragen der menschlichen Existenz mit der emotionalen Wucht der Oper. Darin finden gewaltige Chorszenen und donnernde Paukenschläge „Dies irae“ ebenso Platz wie innige, tröstende Solopassagen.
Eintrittskarten sind zum Preis von 20 Euro im Vorverkauf erhältlich. An der Abendkasse in der Pfarrkirche beträgt der Eintrittspreis 25 Euro. Für Schüler und Studenten gilt ein verbilligter Preis von 15 Euro sowohl an der Abendkasse als auch im Vorverkauf. Vorverkaufsstellen sind die Buchhandlung Hämmerer, Schulstraße 9 in Hadamar, das Gartencenter Mertz, Am Steinkreuz 3 in Niederhadamar, „Buch & Tee“, Rathausstraße 2 in Elz, und die Ticketzentrale, Hospitalstraße 4 in Limburg.
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